Die Aufmerksamkeit als Werkzeug der Unterscheidung von Selbst und Nicht-Selbst im alltäglichen Leben

Erwachen, und die Unterscheidung von Selbst und Nicht-Selbst.
Weshalb soll ich das Selbst vom Nicht-Selbst unterscheiden, wenn es doch nur das SELBST gibt?
Nutze Dein mächtigstes Werkzeug.

Erwachen und die Unterscheidung von Selbst und Nicht-Selbst
Das Erwachen offenbart, dass die Trennung zwischen Mir und Gott nicht existiert, dass die Trennung zwischen der Schöpfung und Gott nicht existiert, dass folgerichtig und in der tatsächlichen Erfahrung die Trennung zwischen der Schöpfung und Mir nicht existiert. Und zwar sowohl als Mir als das SELBST als auch das Mir als „kleines Ich“, das auch als SELBST erkannt und erfahren wird. Es gibt nur das eine SELBST. Das ist die Erkenntnis/Erfahrung des Erwachens. Und bis diese Erkenntnis nun stabil zu unserer dauerhaften alltäglichen Erfahrung wird, findet ein Prozess statt, in dem permanent das Selbst vom Nicht-Selbst unterschieden wird, bis in der Erfahrung nur noch das eine SELBST vorhanden ist.

Nun mag man stutzen, denn eben wurde gesagt, es gäbe nur das SELBST. Also weshalb jetzt plötzlich Selbst von Nicht-Selbst unterscheiden?
Je nachdem, wo wir uns auf unserem Weg befinden, haben wir unterschiedliche Schritte vor uns.
Um das Selbst vom Nicht-Selbst unterscheiden zu können, muss man erstmals die Erfahrung des SELBST gemacht haben. Ohne diese Erfahrung und das Wissen um das SELBST, kann das „Ziel“ der Erleuchtung nicht erlangt werden. Der Weg beginnt, bzw. nimmt eine entscheidende Wendung mit einer Erwachenserfahrung, einer unzweifelhaften Erfahrung des SELBST. Solange diese Erfahrung nicht gemacht ist, werde ich mich mit der Bemühung um Erleuchtung immer in relativen Sphären aufhalten, doch dort ist es nicht zu finden. Dennoch ist es nicht vergebens in den relativen Ebenen Selbsterforschung zu bestreiten, da ich mich mit diesem Tun durchaus auf eine Erwachenserfahrung vorbereite. In dieser Phase vor dem Erwachen, gibt es also kein Selbst und Nicht-Selbst in der Erfahrung, es gibt dort nur die relative Welt der Erscheinung, der ich alleinige Realität zuschreibe. Es gibt das „kleine Ich“ in der Welt, das eventuell einem Glauben an eine übersinnliche Welt gegenübersteht, diese aber noch nicht als absolut erfährt.

Dein mächtigstes Werkzeug
Sobald also die Erfahrung des absoluten Selbst gemacht wird, und damit klar ist, dass DAS das einzige ist, was es gibt, was ALLES ist, beginnt der Prozess der Unterscheidung von Selbst und Nicht-Selbst, von absolut und relativ. Dies ist ein höchst persönlicher Weg, da jedes Individuum persönliche Unwissenheiten mit sich trägt, die nach und nach in dem Lichte reinen Gewahrseins aufgelöst werden. Manchen Menschen widerfährt dieser Prozess in der „Dunklen Nacht der Seele“, die wie ein allumfassender Läuterungsprozess endet in der dauerhaften Erfahrung des einen SELBST. Selbst und Nicht-Selbst als polare Erscheinungen sind dann transzendiert.

Mit der Erfahrung des SELBST bekommst du ein mächtiges „Werkzeug“ in die Hand, das wie von selbst dich ergreift und transzendiert.

Hier siehst du einen Ausschnitt aus einem Satsang zu diesem Thema.