Die Präsenz des Seins

"Der Anfangspunkt des radikalen Entwicklungsprozesses wird nicht markiert durch Selbstakzeptanz, sondern durch die Transzendenzerfahrung, die einen neuen Bewusst/Seinszustand hervorbringt und damit die gesamte Schau auf das bisherige Leben in einem völlig anderen Licht erscheinen läßt."

Ich stelle fest, dass die Sinneseindrücke kein Übergewicht mehr haben. Die Präsenz des SEINS mischt sich permanent in das, was die Sinne wahrnehmen und erzeugen etwas in der Gesamtheit, was in seiner Qualität immer gleich göttlich anmutet. Der Sinneseindruck überschattet nicht das Gewahren des SEINS, im Gegenteil, das Gewahren des SEINS bringt das Göttliche in die Welt des Relativen und gibt dem Wahrgenommenen durchweg den „herrlichen“ Geschmack. Es gibt keinen Unterschied in der Qualität zwischen Sonne oder Regen, da das Göttliche in beidem wahrgenommen wird. Das heißt: Regen oder Sonne sind nicht im Vordergrund des Wahrgenommenen, sondern das Absolute, das SEIN, das Göttliche ist im Vordergrund. Ein solcher Sinneseindruck hinterlässt keinen Abdruck, erzeugt keine Zu- oder Abneigung.
Das lineare Denken schwindet völlig. Es gibt keine Vergangenheit und keine Zukunft, weshalb das ergebnisorientierte Handeln völlig abhanden kommt. Es bleibt die Handlung im Jetzt, die losgelöst eines Handelnden ist.

 




"Der Tastende erkennt sich selbst im Getasteten -

die empfundenen Körpergrenzen lösen sich auf.
Der Hörende erkennt sich selbst im Gehörten -

der Laut ist in mir, ich bin der Laut.
Der Sehende erkennt sich selbst im Gesehenen -

die Objekte erscheinen nicht real, sie erscheinen substanzlos,

leicht, beschwingt, wie ich selbst, ein Feld, ungetrennt.
Alle transzendierten Sinne zusammen erzeugen einen Geschmack von Heiligkeit, Bliss."