Nichts geschieht ohne die Beteiligung des gesamten Universums.


Nichts geschieht ohne die Beteiligung des gesamten Universums. Das zu wissen, hat versöhnenden Einfluss.

Das entbindet aber nicht von der Verantwortung des Handelns. Je wissender ich bin, desto mehr Verantwortung habe ich.

So ist es von einer bestimmten Ebene her betrachtet.

Die Aussage: es geschieht überhaupt nichts, und niemals ist je etwas geschehen, ist auch richtig, und ist von einer anderen Bewusstseinsebene her gesprochen. Von hier aus gibt es nichts zu verbessern, nichts zu tun, es gibt kein Leid, keinen Schmerz, keine Unglück und keine Freude, kein Leben und kein Tod, das ist alles Teil des Traumes. Es gibt keinen Grund für irgendetwas, und wenn wir uns dem voll hingeben, hören wir auf, eine Ursache zu sein. Es gibt keinen Grund etwas zu erschaffen. Was kann schon erschaffen werden, was nicht Teil des Traumes ist? Es ist die Befreiung aus dem Traum, die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. Man kann sich entscheiden, spielt man das Spiel mit, des Traumes gewahr, irgendeine Rolle spielend? Oder zieht man sich zurück? Oder verhilft man anderen dazu, den Traum als Traum zu erkennen?
Dem Traum ist das egal und auch dem wissenden Träumer, da auch diese Rolle nur ein Teil des Traumes ist.
Das heisst aber auch, eine völlige Freiheit im Tun erlangt zu haben und diese Freiheit zu sein, in der relativen Welt in dem vollen Gewahrsein des Traumes. Ein vollkommenes Spiel. Und in diesem freien Tun entwickelt sich dann das Einheitsbewusstsein, in dem erkannt wird, dass die Welt auch ICH ist, also auch Realität, der Traum ist auch ICH. Das Tun ist frei von Anhaftung, alle Teile wissen um den Traum. Wichtig ist hierbei die tatsächliche Erfahrung, nicht das Folgen dieses Konzeptes. Alle Selbstanteile müssen den Traum als Traum gewahr werden, dann erst geht die Entwicklung weiter, weil dann nichts mehr ausgeklammert wird, nichts mehr abgewehrt wird. Dann erst ist wirklich freies Handeln möglich, Handeln im Nicht-Handeln, das Nicht-Anhaften an die Frucht des Handelns. Und dann erst ist es möglich, die "Aussenwelt" als das eigene SELBST zu erfahren.