Die Krise der Leere

Die 'Krise der Leere'  
Shai Tubali


Wenn wir Zustände tiefer Stille erreichen, fühlen wir häufig, dass wir uns mit einer gewissen Ganzheit, Vollkommenheit und Vollständigkeit in Verbindung setzen. Es ist ein Zustand oder ein Sein, zu dessen Wesen gehört, dass nichts zu tun ist – ja, wo überhaupt  keine Notwendigkeit besteht, was auch immer zu tun.
Wir fühlen uns erlöst von den Bedürfnissen nach Anerkennung und Freiheit, die sonst alles beherrschen. Bevor wir dieser Stille begegnet sind, waren wir davon getrieben, etwas erreichen zu müssen, wir haben uns ständig mit anderen verglichen und Konkurrenzdenken hat uns zum Handeln motiviert. So wollten wir vielleicht als Menschen angesehen werden, die etwas in der Welt gelten, die  sozial "respektabel" sind, wir wurden von familiären Bindungen und Abhängigkeiten ins Handeln getrieben oder vom Wunsch,  besondere Erfahrungen zu machen.

Je mehr wir aber meditieren, desto mehr verlieren unsere gewohnten Motivationen und Wünsche an Bedeutung. Sie beherrschen uns nicht mehr so wie früher. Das ist ein gutes Zeichen – es bedeutet, dass wir uns dem Reich der Stille nähern. Wir brauchen weniger, haben weniger Wünsche und verlieren das Ziel aus den Augen, ein 'jemand' in der Welt werden zu wollen. Doch hat diese Art der Wunschlosigkeit bei vielen Menschen, die ich getroffen habe, schließlich zu einem seltsam gemischten Zustand aus Stille und Depression geführt, zu einer 'depressiven Stille' sozusagen.

In einem solchen Zustand können wir keinen Verbindungspunkt mehr zwischen der Welt und uns finden. Vor nicht allzulanger Zeit kam eine Frau zu mir und erzählte mir, dass sie unter dem Einfluss eines zeitgenössischen spirituellen Lehrers in einen Zustand geraten war, in dem alles Erlebte wie ein Traum und nur das Bewusstsein real erschien. Sie war im Zustand der Stille – und fühlte sich doch sehr verstört: Sie war inmitten eines erfolgreichen Arbeitsprojekts gewesen, hatte sehr aktiv gelebt -  und  plötzlich konnte sie nichts mehr für was auch immer empfinden. "Was soll ich jetzt tun, in dieser Leere? Und warum? ", fragte sie sich immer wieder.
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Tatsächlich haben wir in der Stille und in der Leere absolut keine Verbindung mit der Erde. Die feine Verbindung ist zerrissen, da unsere Bedürfnisse das Element sind, das uns normalerweise mit der Erde verknüpft. Stille heilt diese Bedürfnisse; Stille kommt und wischt unser verzweifeltes Anklammern an die Welt weg.
Das kann der Anfang einer spirituellen Krise sein: unserer Stille scheint etwas enorm Wichtiges zu fehlen. Zwar gibt sie Zugang zu einem tieferen Erkennen dessen was wir sind, doch gibt sie uns keine Antwort auf die Frage "Was ist der Sinn des Lebens?"

Ohne Lebenssinn gleichen wir Menschen Fischen, die außerhalb des Wassers versuchen, irgendwie auf einem nackten Boden zu schwimmen. Wir brauchen Sinn unbedingt und das Herz ist die einzige Dimension, wo wir ihn finden können. Die Bedeutung des Lebens, die im Herzen gefunden wird, ist das Einzige, das die erhabenen Reiche der Stille und der Meditation mit der realen Welt verbindet.
Mehr noch:  Die Dimension des Herzens ist die letzte und einzige Dimension, die bleibt, sogar nachdem alles andere sinnentleert worden ist. Sie ist der einzig mögliche Antrieb und der einzig mögliche Grund, jemals aus der Meditation wieder zurückzukehren.       
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Wir können bis in alle Ewigkeit philosophieren, warum die Welt entstand. Jeder weiß auch, dass man das nicht 'googeln' kann.  Es gibt keine Antwort, die man letztlich anerkennen könnte - meines Wissens haben wir jedenfalls in den vergangenen tausenden von Jahren keine schlüssige Antwort erhalten. Ja, wir haben Bücher und viele Theorien dazu, aber trotzdem nicht das ultimative "Warum?"
Das Problem ist, dass wir auf dem spirituellen Weg irgendwie mit diesem ultimativen "Warum" in Verbindung treten müssen. Obwohl wir sicherlich unser persönliches "Warum" verlieren, sind wir dazu bestimmt, es durch ein tieferes “Warum” zu ersetzen - sonst ergibt nichts Sinn. Was also ist es, das diesen allumfassenden, ungebundenen Raum, dieses Nichts, - diese Freiheit, die wir sind - mit der Welt verbindet?

Verstehst du, wie tief diese Frage ist? Letztendlich ist es nicht "deine" Frage -  es ist die Frage nach der Schöpfung der Welt. Warum und was verbindet diese geheimnisvolle Quelle des Lebens mit dem Leben und der Welt? Warum sollte dieses "etwas" - die Welt,  so fein in jedem noch so winzigen Detail gestaltet - aus dem Nichts kommen? War es so schlimm "da oben" im Nirwana-Land? - Du warst doch nur eins, zu nichts verpflichtet,  vollkommen in dir selbst - also warum diese ganze Mühe ?
Wir haben keine intellektuelle Antwort auf das "Warum?" Es ist keine Antwort, die mit reiner Vernunft in irgendeinem Satz formuliert werden kann. Doch du lernst es direkt kennen; du wirst eins mit ihm.                                                                                 

Die direkte Erfahrung des "Warum" ist das, was wir "Liebe" nennen. Es ist nicht die Liebe, wie wir sie kennen - es ist kein Gefühl. Es ist Liebe als Antrieb und Grund. Das ist die einfachste Antwort auf die Frage: Warum gibt es so ein komplexes Universum, und nicht nur einen vagen Traum, - warum ist es ein Universum, in dem so viel Interesse an jedem Detail sichtbar ist - ein wahres Meisterwerk? Es ist so, weil es aus Liebe entstand.                                                                              
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Deswegen wird dies sogar nach der tiefsten Meditation die einzige Motivation bleiben, die uns allzeit zurückbringen kann. Und deshalb kann die Liebe als Motivation überleben, auch nachdem alle anderen Beweggründe in Flammen aufgegangen sind.
Das ist es, zum Beispiel, warum die größten spirituellen Meister zurückgekehrt sind, um zu lehren – und sich damit gegen die starken Gezeiten der Stille bewegen, die sie totaler Entsagung zudrängen. Nur Liebe verbindet die Stille und das Leben auch für solche Wesen. Darum wachen sie morgens auf und machen alles, was zu tun ist - und das ist auch dein Grund, wenn du sonst keinen Grund mehr hast.
Wenn also die Leere alle anderen Beweggründe auflöst und dich mit nichts zurücklässt,  dann ist dies der Moment, in dem du die Chance hast, das Erwachen des Herzens zu erleben. Es ist genau dort, wo du das sehen musst: Nachdem der Nebel sich verzogen hat, wurde dieser glänzende Diamant in dein Herz gelegt, genau wie er in mein Herz gelegt wurde. Tief in uns schauend, haben wir keinen Grund etwas zu tun,  außer für die  Liebe.                                                                                                  
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Liebe als Gefühl, ist nur ein fernes Echo der wahren Liebe. Es ist die Liebe als ein Antrieb, die uns hier beschäftigen soll: sie ist das, was uns sprechen lässt, in Kontakt treten, gehen und Kinder aufziehen lässt, und uns ebenso antreibt, Spiritualität auszuüben. Versuche einmal, einen Blick sozusagen auf die Rückseite deines Herzens zu werfen, und da wirst du diesen Antrieb, die Liebe, finden, - die  hinter allen anderen Antrieben steht.
Wenn du dich zum Beispiel in spirituelle Praktiken engagierst, um erleuchtet zu werden, hast du immer noch nicht das Wichtigste begriffen. Wir sind bestimmt zu praktizieren, weil wir lieben. Wir lieben es, diese Wahrheit zu hören und diese Realität zu erleben. Wir sind Liebende der Wahrheit und des Dufts dieser Wirklichkeit. In solch einem Zustand existiert kein Sinn für Zeit mehr auf deiner spirituellen Reise, denn es geht nicht darum, irgendwo, irgendetwas mehr zu erreichen.
Die Menschen denken, sie müssen konzentriert oder auf etwas fokussiert sein, um etwas zu erreichen - und wenn sie es nicht sind, würden sie einfach zurückfallen. Sie stellen sich das so vor, weil sie nicht wissen, dass es etwas anderes gibt, eine andere Dimension, die ebenfalls einen ungeheuer starken Antrieb hat, wenn auch auf eine ganz andere Art und Weise: Es ist der Antrieb, der die "erste Ursache" ist, -  der Antrieb, der etwas aus dem Nichts hervorkommen ließ. Es ist dieser Antrieb, der unendlichen Raum sich in Partikel, Dinge und Objekte verfestigen ließ.
Wir sagen: "Ich tue das, weil ich mich selbst erfüllen oder irgendetwas im Leben erreichen will". Doch das sind alles sekundäre Gründe. Schau hinter die Gründe: warum machst du dir all die Mühe, dich zu verbessern? Warum ist es wichtig, irgendetwas zu erreichen? Warum bist du überhaupt hier? Warum würdest du all diese Mühe der Inkarnation auf dich nehmen? Es ist so anstrengend! Warum wandelst du auf dieser Erde? Dieser Ort ist ein Irrenhaus!
Wenn du dich weigerst, diese Frage des Warums fallen zu lassen, wirst du schließlich mit der Liebe in Berührung kommen - nicht mit deiner Liebe, da deine Liebe eine sehr kleine Angelegenheit ist, - sondern mit der Liebe, die hinter allen Formen der Liebe steht -  hinter der Liebe zu deinen Eltern und zu deinen Kindern, der Liebe zur Kreativität und Erfahrung und sogar der Liebe zur Wahrheit oder Gott. Hinter all dem ist eine ewige Flamme.
Diese ewige Flamme hält das Universum zusammen und sorgt dafür, dass es nicht einfach zerfällt und in den Weltraum verschwindet, denn die Versuchung ist da: der große Zusammenbruch ins Nichts. Etwas hält diese Erscheinung mit einer großen Sorgfalt aufrecht.
Fühle nun dein Herz, und erkenne, wie sehr es mit einem Kontinuum der Liebe verbunden ist, -  mit einem Strom, der niemals stirbt und niemals unterbrochen wird. Es ist in dir. Es ist physikalisch. Denn es ist die Kraft, die deinen Körper hält und verhindert, dass er zerfällt. Du bist hier wegen der Liebe.
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An dieser Stelle kommt etwas hinzu, was ich den "Verschmelzungsimpuls" nenne: die Kraft, die uns dazu bringt, eins zu werden mit den Dingen. Liebe treibt dich an zu fragen, zu suchen, in Kontakt zu treten und zu erschaffen. Manche sagen, dass wir hier sind, um Liebe in menschlicher Gestalt zu werden, aber in so vieler Weise SIND wir Liebe in menschlicher Form. Wir verkörpern dieses Geheimnis des Nichts, das in eine bestimmte Richtung fließt, um die Erscheinung der Materie zu erschaffen.
Es gibt einen riesigen Strom von Liebe, der das ganze Universum durchquert und direkt durch unsere Herzen geht. Wenn wir uns damit in Verbindung setzen, sagen wir nicht: "Jetzt kenne ich den Sinn des Lebens". Wir werden einfach eins mit dieser antreibenden Kraft - wir werden diese Liebe. Dann verstehst du, warum du alles tust und das ist es, was dich anhält, weiter zu machen. Und diese Liebe, anders als Wille, Ehrgeiz oder Lust, kann niemals verschwinden.
Versuche diese Übung: wenn du am Morgen zu einem neuen Tag erwachst - genau wie die Schöpfung im Weltraum aufgewacht ist, angetrieben von der Kraft der Liebe – erinnere dich, dass auch du aus Liebe aufwachst. Erinnere dich dann bei jeder Handlung daran, den ganzen Tag lang. Wenn du zur Arbeit gehst, so arbeite genau in der Art, wie die aktive Welt aus dem endlosen Raum der Inaktivität herausgekommen ist, nämlich angetrieben von der Kraft der Liebe. Triff Freunde auf diese Art, lies Bücher auf diese Art, meditiere, angetrieben von der Kraft der Liebe. Und denke daran, das ist kein Grund, den du dir ausdenkst. Es ist ein Grund, den du offenbarst. So fange an zu üben, dich mit dem einzigen "Warum" wieder zu verbinden, das wirklich Sinn gibt.
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Wir kennen diese Art von Liebe nicht, die Liebe als Kraft hinter allen Kräften. Wir kennen nur die Liebe, die sich in Emotionen ausdrückt. Doch die Liebe war, und ist da – lange vor den Emotionen. Stelle es dir so vor: aus der völlig unkennbaren Quelle des Lebens kommt ein konstanter Puls dessen, was wir "Liebe" nennen -  dann kommt aus der Liebe Licht, und aus dem Licht heraus konsolidiert sich das Universum. Und du erinnerst dich daran, weil du daraus gemacht bist. Die tiefen positiven Emotionen, die mit der Liebe verbunden sind, kommen aus diesem ursprünglichen Pulsieren heraus, aber nur um uns zu erinnern und uns anzuziehen, wieder zum Licht und der Liebe zurückzukehren.
Wenn die Liebe in sich selbst vereint ist, kann sie sich oftmals emotionslos anfühlen. Sie wird dann mehr als eine Übertragung erlebt, klar und rein, als ein Fluss der Gnade.
Das wird so erlebt, weil die Liebe kein Gegenstand ist, so wie der Sinn des Lebens nicht etwas außerhalb von dir ist. Liebe kann die Form von Emotionen, Beziehungen oder Handlungen annehmen. Aber um diesen ewigen Strom der Liebe wirklich zu kennen, musst du zu der einen Essenz zurückkehren, die vor und hinter all diesen Formen liegt.
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Die menschliche Existenz ist in Geheimnis gehüllt. Manche sagen, es sei nur ein Versteckspiel, dass Gott mit sich selbst spielt: sich selbst zu vergessen, bis er sich schließlich wieder an seine wahre Natur erinnert und in seine ursprüngliche Leere zurückkehrt. Doch hier wenden viele auf dem spirituellen Pfad ein: "Wenn wir alle schon eins wären, warum sollte man sich all diese Mühe machen, nur um wieder eins zu werden?"
Meiner Ansicht nach ist es ein großer Irrtum zu glauben, dass wir einfach nur zu dem zurückkehren, was wir waren. Das ist vielleicht wahr, wenn wir die menschliche Existenz nur einseitig durch die Augen der Leere betrachten. Durch die Augen unseres erwachten Herzens aber, wenn wir uns mit dem Strom der Liebe verbinden, beginnt unsere Menschlichkeit radikal und viel Sinn zu offenbaren.
Die Geschichte, die unser Herz uns erzählt, ist, dass wir dazu bestimmt waren und sind, eine Mischung aus göttlichem Bewusstsein und menschlichem Bewusstsein zu sein. So ergibt das Annehmen menschlicher Form einen tiefen Sinn. Menschsein ist eine neue und besondere Erfahrung, die wir vorher als reine Leere nicht haben konnten: Es geschieht, um diese Interaktion zwischen dem Unbegrenzten in uns und dem Begrenzten zu erfahren, und darum sind wir hierher gekommen.
Dies ist ein großartiges und sinnvolles Experiment: Nimm ein unbegrenztes Bewusstsein, mische es mit einer sterblichen, winzigen, menschlichen Form und lerne dich in einer Weise kennen, die vorher unmöglich war. So weiß ich etwa einerseits, dass ich sterblich bin - andererseits weiß ich, dass ich ewig bin. Die Spannung zwischen diesen beiden Erkenntnissen schafft eine ungeheure Reichweite an Erfahrungen, Gefühlen und Selbsterkenntnis.
Und hier kommt das Herz dazu. Denn das ganze Lernen betrifft dies: Wie wir noch unter den eingeschränktesten Bedingungen unsere Göttlichkeit und ein höheres, ursprüngliches Wesen zeigen können.  
Man denke nur an all jene großen Menschen unter den Juden im Holocaust, wie etwa der Psychologe Viktor Frankl, der Erzieher Janusz Korczak oder die Schriftstellerin Etty Hillesum. Während sie in den schrecklichsten Bedingungen, die man sich jemals vorstellen könnte, gefangen waren, haben sie es doch immer noch geschafft, göttliche Qualitäten zu zeigen. Du kannst, deine inhärente Gottheit beweisen, wenn dein Körper, Geist und deine Gefühle vor Schmerz schreien, wenn dein ganzes Wesen sich in sich zusammen ziehen will, und du immer noch sagst: "Nein, ich bin mehr als das, es ist etwas viel Größeres in mir, ich kann diese Ängste, Wünsche und Anhaftungen übersteigen und etwas zeigen, was über das rein Menschliche hinausgeht. "
Es ist übermenschlich, seinen Überlebensinstinkt zu transzendieren und unter den schwierigsten Bedingungen Glauben, Schönheit und Sinn zu offenbaren. Nur ein göttliches Wesen ist dazu fähig. Und darum sind wir hier, um uns schließlich in diesem Leib sterbend vorzufinden, und doch in unseren letzten Tagen noch fähig zu sein, dieses Bewusstsein, das wir sind, weiter strahlen zu lassen und durch alle Begrenzungen hindurch gesehen zu werden.
Einschränkungen machen uns alle diese göttlichen Eigenschaften bewusst. Ansonsten könnten wir sie nie erkennen. Wie würde ich jemals wissen, was diese Liebe ist, wenn ich mich nicht in diesen äußerlich beschränkten Zuständen befinden würde, die mir ständig ins Ohr flüstern: "Warum sich bemühen? Warum lieben? Sei egoistisch! Überlebe, instinktiv wie ein Tier! Begehre!"  Die Tatsache, dass Licht aus dieser materiellen Welt kommen kann, ist etwas, das wir niemals "da oben" haben könnten.
Im Thomas-Evangelium sagt Jesus: "Es ist ein Wunder, dass das Fleisch aus dem Geist kam. Aber es ist das Wunder der Wunder, dass der Geist aus dem Fleisch kommt."* Es ist tatsächlich ein Wunder, wie etwas aus dem Nichts herauskommt - wie die materielle Ebene aus dem Geist kam - aber wie der Geist aus der materiellen Ebene kommt, ist unfassbar.
Wenn du unter Bedingungen lieben kannst, in denen es nur natürlich wäre, sich zurückzuziehen, ist dies stärker, als über Wasser zu laufen. Wenn du furchtlos sein kannst, wenn es nur natürlich wäre, sich zu fürchten, wenn du selbstlos sein kannst, obwohl es menschlich wäre, zu schreien "Denk nur an dich selbst!", dann fängst du an, die wahre Bedeutung des menschlichen Lebens zu verkörpern:
Wirklich unglaubliche Dinge zu tun, die nur ein freier Geist tun kann.

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*1) Jesus sagte: Wenn das Fleisch wegen des Geistes entstanden ist, ist es ein Wunder. Wenn aber der Geist wegen des Leibes (entstanden ist), ein wunderbares Wunder. Aber ich wundere mich darüber, wie sich dieser große Reichtum in dieser Armut niedergelassen hat. Thomas Evangelium,  Logion 29